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WAL

Gattungen
Orchester
für schweres Orchester mit fünf Saxophonen

Teile

Acht Teile, sich ohne Pause folgend:
Prolog - quasi Adagio - quasi Scherzo - quasi Recitativi - quasi Passacaglia - quasi Cadenza - Echo - Epilog

Jahr
1983
Dauer
26 Min.
Besetzung

Fünf solistische Saxophone: S, A, 2T, B
Orchester: 4(Picc), 4(Engl-Hn), 4(B-Klar), 4 - 8 (4 Wa-Tb), 4, 4, 1 (KB-Tb)- Schlgz (2)- 14, 12, 10, 10, 8

Bemerkung

Das Saxophonquintett wird solistisch eingesetzt.

Dem Werk liegt teilweise ein Gedicht von Günter Herburger (Der Gesang der Wale) zugrunde. Dessen Text ist nicht hörbar.

Walfischgesänge werden nicht imitiert.

Widmung

für Käthi

Beschreibung

Roland Moser 1983 über WAL

8 Teile, sich ohne Pausen folgend:
(Prolog) Orchester, zwei verschiedene Zeitformen exponierend
quasi Adagio - den Klangraum harmonisch/melodisch exponierend
quasi Scherzo - "ad marginem", grösste und kleinste Dimensionen
quasi Recitativo - Saxophone, Einsatz der "Stimme"
quasi Passacaglia - Zentrum, fünfmal ein Bogen über 49 Akkorde
quasi Cadenza - nur Saxophone, gleichsam zur Sprache hinführend
(Echo) - nur Orchester, Entfernungen, "Stille und Umkehr, Sammlung
(Epilog) - Saxophone und Orchester, in zwei Strophen auf die Dimensionen menschlicher Sprache zurückführend

Das sehr grosse Orchester, in typischer Besetzung der Jahrhundertwende 19./20.Jh. (54 Streicher, 16 Holz-, 17 Blechbläser, tiefe Fell-Instrumente) bildet den Klang-Körper. Die riesige Masse wird aber nicht zur Kraftentfaltung eingesetzt. Sie bleibt zart und verletzlich. Das fast durchwegs homophon geführte Saxophonquintett, das erst im 4. Teil einsetzt, bildet die Stimme, die vom Aufschrei über den Gesang bis zu sprachähnliche Gebilden geführt wird. Anklänge an die grossartigen und absolut unnachahmlichen Walfischgesänge sind absichtlich vermieden.

Als Ausgangspunkt des Projektes stand 1967 eine harmonisch/melodische Konzeption, beruhend auf einer Tonleitervon 36 Stufen über 5 Oktaven.
Ein Bild von Paul Klee ("ad marginem", Kunstmuseum Basel) brachte ein ganz bestimmtes Raumgefühl ins Bewusstsein und löste damit den ersten Ausführungsversuch (für grosses Orchester) aus, der jedoch scheiterte.
10 Jahre später gab ein Gedicht von Günter Herburger ("Der Gesang der Wale") den Anstoss zu einer neuen Konzeption auf der Grundlage des gleichen Materials. Ein Auftrag der Stiftung Pro Helvetia ermöglichte die Ausführung der Partitur.

WAL ist auch ein MEMENTO, von jenen wunderbaren Tieren sprechend, die allein durch unsere Schuld auszusterben verurteilt sind.

Roman Brotbeck schreibt über WAL.pdf

Audio

Grammont CTS-P 12-2

CD und Vinyl
ASIN: B0027LPDZM

Uraufführung
Basel, 27. Mai 1983, öffentl. Produktion Radio DRS 2 und Zürich, 16. Mai 1984: Konzert- UraufführungDas Saxophonquintett wird solistisch eingesetzt.Fünf solistische Saxophone: S,A,2T,B Orchester: 4(Picc),4(Engl-Hn),4(B-Klar),4 - 8 (4 Wa-Tb),4,4,1 (KB-Tb)- Schlgz(2)- 14,12,10,10,
Besetzung der Uraufführung

Basel, 27. Mai 1983, Saal Volkshaus, öffentl. Produktion Radio DRS 2
Iwan Roth, Bernard Beaufreton, Marcus Weiss, Jean-Goerges Koerper, Peer Egholm: Saxophone
Sinfonieorchester Basel, Leitung: Mario Venzago

Zürich, 16. Mai 1984, Tonhalle, Konzert-Uraufführung
Iwan Roth, Bernard Beaufreton, Marcus Weiss, Jean-Goerges Koerper, Peer Egholm: Saxophone
Tonhalle-Orchester Zürich, Leitung: Mario Venzago

 

 

Verlag
Hug&Co., Leihmaterial über Walter Wild Musikverlag GmbH, Tel.: +49 8459 3249 10 E-Mail: alexandra.artner@editionen-halbig.de
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